Zudem möchten wir betonen, dass sich seit 2002 fast alle Sprüher–gegensätzlich der Erwartungen vieler Leute- stets vernünftig verhalten haben. Auch hier gab es natürlich Ausnahmen, die sich aber auf wenige Idioten beschränken, die aber nicht aus Saarbrücken und Umgebung waren und unserem Wissen keine größeren Probleme bereitet haben.
Eine grundsätzliche Frage, die sich scheinbar für manche bezüglich der Wand stellt: Hat das illegale Graffiti durch die legalen Möglichkeiten abgenommen?
In unseren Gesprächen mit Verantwortlichen vor der Legalisierung betonten wir bereits, dass wir nicht voraussehen könnten, ob eine legale Fläche einen positiven Effekt auf illegale Sprüher haben könnte.
Tatsache ist, dass viele Sprüher, die früher illegal aktiv waren, inden letzten drei Jahren viel Zeit an der Wand verbracht haben. Und jede Dose, die am Staden investiert wird, kommt nicht mehr am Zug oder an der Hauswand zum Einsatz. Die meisten Sprüher haben nicht so viele Dosen, um gleichermaßen legal und illegal intensiv zu sprühen. Nach unserer Einschätzung entscheiden sich von den etablierteren Sprühern mittlerweile die meisten für die Staden-Wand.
Es gibt viele jüngere Neueinsteiger, die sich anscheinend nicht befähigt fühlen, mit der Qualität der Bilder am Saarufer mitzuhalten.Sie bevorzugen meist wohl eher illegale Flächen. Diese hätten vermutlich auch, ohne die Staden-Wand zu sehen, mit dem illegalen Sprühen angefangen. Zu dieser Gruppe haben wir als Verein (und auch die Szene) leider wenig Kontakt.
Wir von Saargebeat e.V. können aus unserer Position letztlich nicht beurteilen, ob durch die legale Wand das illegale Graffiti in Saarbrücken abgenommen oder vielleicht sogar zugenommen hat. Wir denken aber, dass es bei diesem Projekt für die Verantwortlichen nichts zu verlieren gibt… Genauso wie in den vergangenen Jahren nichts verloren wurde. Das Positive überwiegt!