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13.08.2002 | |||||
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Weitere News in der Ausgabe Sulzbachtal
Graffiti - Kunst oder Vandalismus aus der Dose? Ministerium gibt Sprayern eine 1800 Quadratmeter große Wand - Zahlreiche Veranstaltungen Saarbrücken (jm). Graffiti, die Kunst aus der Sprühdose, erregt schon seit Jahrzehnten die Gemüter. Viele halten die bunten Gemälde an Wänden, unter Brücken oder auf Zügen für Gekritzel oder "Farbschmiererei". Für die Anhänger des Graffiti ist er jedoch eine ernst zu nehmende Kunstform. Viele Künstler fühlen sich von Behörden in die Illegalität gedrängt und verlangen, dass öffentliche Wände für die Kunst freigegeben werden. Ein erster Schritt in diese Richtung wird in Saarbrücken nun gewagt. Vom Freitag, 16. August, bis Sonntag, 18. August, findet in Saarbrücken ein Graffiti-Projekt unter dem Namen 4560 statt. Der Verein "Saargebeat. e. V." hat vom Wirtschaftsministerium eine 1800 Quadratmeter große Wandfläche auf der linken Saarseite erhalten. Diese liegt unterhalb der Stadtautobahn gegenüber des Stadens. Hier können Sprüher drei Tage lang ihr Können zeigen. Am Sprühen beteiligen sich Künstler aus ganz Deutschland, wie zum Beispiel DAIM aus Hamburg und der Dortmunder Mason. Auch lokale Größen der Szenen werden sich auf der Wand am Staden verewigen. Begleitet wird das Sprayerfest von viel Musik und Partys am Freitag- und Samstagabend. Am Donnerstag, 15. August, findet zur Einstimmung auf das Ereignis eine Podiumsdiskussion statt. Diese findet im Ulanenpavillon am Staden, nicht wie vorher angekündigt im Jugendzentrum (Juz) Försterstraße, statt. Los geht es um 16 Uhr. Diskutieren werden Graffiti-Künstler Mason, Oberbürgermeister Hajo Hoffmann sowie Vertreter von Polizei, Hausbesitzern und der öffentlichen Verkehrsmittel zum Thema "Graffiti - Kunst oder Vandalismus?". Ab Freitag, 16. August, wird gesprüht. Musikalisch geht es dann abends weiter. Im Club "schwarz" steigt ab 22 Uhr die "auvSTANDT"-Party. Hier werden unter anderem die DJs Spill, Sircut aus dem Saar-Lor-Lux Raum und Xndl den Sprühern und Fans einheizen. Der Eintritt beträgt vier Euro. Am Samstagabend startet nach dem Sprühen ab 19 Uhr eine Party im Juz Försterstraße. Der Eintritt kostet einen Euro. Erwartet werden unter anderem Fast Fingaz, Asphaltliteraten und Paragraph 858. Außerdem wird die Break-Dance-Szene bei der Party vertreten sein. Die Graffiti-Aktion stellt den Auftakt zum Projekt "Space" des Vereins "Saargebeat" dar. Bei dem auf drei Jahre angelegten Projekt geht es darum, junge Sprüher zu unterstützen und Jugendlichen zu helfen, nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Mitveranstalter Graffiti-Festes ist Saarlight vom SR. Im Rahmen des Projekts soll eine Flächenbörse entstehen. Interessierte Wandbesitzer und Sprüher können sich eintragen lassen und werden zusammengeführt. Bei dem Projekt werden auch Workshops und Unterstützung für Graffiti-Künstler angeboten. Der Verein "Saargebeat" wurde 2001 gegründet und hat das Ziel die HipHop-Kultur im Saarland zu fördern. Zudem bemüht sich der Verein um eine legale Wand zum Sprayen. |
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