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| Die Graffiti-Wand erhält einen neuen Anstrich. Foto: Das Bilderwerk |
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Frisch gestrichen! Die Graffiti-Wand am
Saarbrücker Staden erscheint in fadem Grau. Doch keine Angst. Die
Übermalung dient nur als Grundierung für neue Graffiti. Ab heute
entstehen sie bei 4560 FarbFluss, dem Deutsch-Französischen Graffiti-Meeting an der Saar.Tobias
König (19) und andere Writer (so bezeichnen sich Graffiti-Sprayer)
bauten gestern die letzten Gerüste auf. Das hier ist für ihn ein
Highlight. Bis zu 40 Sprayer aus dem In- und Ausland, sogar aus Paris,
werden die triste Wand unter der Stadtautobahn noch bis Sonntag
verschönern. Zum Beispiel Hendrik Beikirch (31) alias ECB. Der Koblenzer ist für kunstvolle Graffiti bekannt, hat mit dem Saarbrücker Writer Patrik Jungfleisch (30) alias Reso
ein Graffiti-Buch veröffentlicht. Gestern zeichneten sie schon mal
Umrisse. Die Diskussion um illegale Graffiti nervt sie. Hendrik:
"Graffiti sind für mich eine ganz besondere Ausdrucksform. Schön, wenn
Städte begreifen, dass sie Graffiti positiv nutzen können." Mit der Unterstützung der Stadt Saarbrücken sind die Organisatoren zufrieden. Marko Jung (26) vom Verein Saargebeat,
der sich für Hip-Hop-Kultur an der Saar stark macht: "Ende August läuft
die dreijährige Pilotphase für die Graffiti-Wand aus, aber es gab
keinerlei Bekundungen das abzubrechen. Im Gegenteil, es gibt viel
positives Feedback." jmi |