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| Graffiti-Bilder
an den Wänden - in den meisten Fällen illegal. Doch am Wochenende ist
es an einer kahlen Mauer in Saarbrücken erlaubt. Foto: bub |
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Von Kunst wollen die Beschwerdeführer da nix wissen. Auch nicht, wenn's
um ein Fest von rund 40 Sprayern aus dem In- und Ausland geht, die eine
kahle Wand nahe der Saarbrücker Stadtautobahn ganz legal in Farbe
tunken. Denn dann denkt beispielsweise der Saarbrücker Unternehmer
Wolfgang Walter eher an zugesaute Busse und Häuserwände. Sollen die von
unliebsamen Bildern befreit werden, kostet das die Besitzer Unsummen.
Alles andere als ein simpler Lausbubenstreich.Walter
schimpft auf die Zusammenarbeit der Stadt Saarbrücken mit den
Veranstaltern des farbenfrohen Events am innerstädtischen Saarufer:
Diese Aktionen "verherrlichen dieses strafbewehrte Handeln, leiten
Jugendliche in Kursen an und geben in Medien die von der Szene erhoffte
Anerkennung". So steht's in seinem Brief an die Saarbrücker Zeitung. Darum hofft der Geschäftsmann auf "ein Umdenken der Verantwortlichen". Charlotte
Britz (47, SPD), Saarbrückens Oberbürgermeisterin, sieht das locker:
Sie schrieb an Walter: "Ich glaube, dass wir mit legalen Möglichkeiten
zum Sprühen auf dem richtigen Weg sind. Wir holen Jugendliche aus der
Illegalität und reduzieren gleichzeitig die Schmierereien in
Saarbrücken." Sollten Walter und andere Graffiti-Geschädigte Rat
benötigen, bietet Saarbrücken Hilfe an. Zum Beispiel, wo es
Schutzanstriche für Wände gibt. Die weisen die Farbe ab - und vermiesen
Sprayern den Spaß. Die Stadt nutzt den Lack bereits für eigene Gebäude (20cent berichtete). szn/hgn |