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| Hier sprayt Marc Marcatel von der Hocht aus Darmstadt. |
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Marco Jung (26) vom Verein Saargebeat, der
das Graffiti-Meeting organisiert, wirft den Kritikern Pauschalisierung
vor. Jung: "Graffiti ist als Kunst anerkannt. Zu behaupten, hier würden
illegale Sprayer angeleitet, ist Panikmache. Wir fördern Kunst."
Rückendeckung kriegen die Sprayer auch von der Stadt Saarbrücken. Die
unterstützt das deutsch-französische Meeting an der Saar.
Bezirksbürgermeisterin Christa Piper (SPD, 62): "Die Stadt begrüßt das.
Das Kulturdezernat wird die Graffiti-Wand in die Kulturuferpromenade
einreihen." Mit illegalen Graffiti habe das nichts zu tun. "Hier an der
Saar können die Sprayer ihre Kreativität ausleben, sind angespornt,
Qualität zu liefern. Dass das dieselben Personen sind, die illegal
sprühen, ist absolut falsch." Die Wand unter der Autobahn ist eine
der größten zusammenhängenden legalen Graffiti-Flächen Europas. Stadt
und Land haben Graffiti dort offiziell erlaubt. Organisator Jung: "Es
können hier immer neue Graffiti entstehen. Wenn schöne übermalt werden,
schade drum, aber das gehört dazu." Nach 2002 war FarbFluss
das zweite große Graffiti-Meeting am Saar-Staden. Diesmal dekorierten
rund 50 junge Leute aus ganz Deutschland, Luxemburg und Frankreich von
Freitag bis Sonntag die so genannte Wall of Fame mit zig neuen Großformat-Graffiti. Die Baufirma Schneider hatte dafür extra Gerüste gestellt. Abends gab's eine Party im neuen Kitu-Club und im MoClub. Der Saarbrücker Writer Aike (25): "Cool war's, hier trifft sich einfach die ganze Szene."
Und wie finden's die Stadenbesucher, die am Wochenende an den Sprayern
vorbeikamen? Spaziergängerin Stefanie Leckel (27): "Die Motive
erschließen sich mir nicht immer, aber ich find's in Ordnung." Joggerin
Linda Kreutzer (25): "Cool! Gute Sache, dass die hier sprayen dürfen."
Rentner Dieter Schmeer (61): "Wenn ich noch mal jung wär', würd' ich
hier auch mitmachen." jmi |