Our Story
Am 23. September trafen sich verschiedene Mitglieder der Crews Asphalt
Literaten, Bloodsport, Buba Sok, Dichtungsring, High Headz,
Prometheus, Adrenalin, Munitionzdepot und Saarpreme (uvm.), um über
den zweiten Saargebeat-Sampler des Jugendamtes des Stadtverbandes
Saarbrücken zu diskutieren.
Dabei entwickelte sich eine Diskussion über Sinn und Unsinn einer
Community in Vereinsform. Nach zwei Stunden waren sich die Beteiligten
einig, dass es Sinn macht, sich zusammen zu schließen. Einen Monat
später trafen sich ca. 30 Personen, um den Verein Saargebeat e.V. ins
Leben zu rufen.
Ziel ist es, Kräfte zu bündeln! Viele Crews arbeiteten bisher mehr
nebeneinander bzw. gegeneinander statt an einem Strang zu ziehen. Die
Probleme liegen auf der Hand: es gab bisher keine neutrale Plattform
im Saarland, keine Internet-Site war frei von Lokalpatriotismus und
die meisten Crews versuchten mehr oder weniger erfolgreich sich selbst
zu verbuchen. Auch legale Sprühmöglichkeiten gibt es sehr wenige im
Saarland! Wenn dann hatten einzelne Künstler diese meist für sich
selbst organisiert. Die Idee der legalen Flächenbörse war geboren, wir
wollen Künstler und Firmen, Kommunen sowie Privatleute
zusammenbringen.
Auch die Probemöglichkeiten bzw. Entwicklungsmöglichkeiten von
jungen Leuten, denen vielleicht nur ein Tipp, ein Raum oder das
Equipment fehlt, sollen unterstützt werden. Ideen gibt es viele
(z.B.Präsenz im Radio usw.) und wir sind auch immer offen für
Anregungen!
Eines hat sich schnell herausgestellt: nicht jeder hat Lust auf
Vereinsmeierei und wir selbst können ein Lied davon rappen, was es
heißt einen Verein zu gründen und Strukturen aufzubauen. Daher werden
wir auch regelmäßig feiern, freestylen und kopfnicken bis der Arzt
kommt, weil wir diese Kultur lieben. Und wer den Unity-Gedanken mit
uns teilt ist immer willkommen.
Während der frisch gebackene Vorstand sich noch über seine Ziele
und Visionen auf regelmässigen Sitzungen einigte entstand die
Saargebeat Community, die meist besuchte Jugendwebsite im Saarland zum
Thema Hip Hop. Diese Website war nicht nur Sprachrohr des Vereins,
sondern stellte eine Vielzahl lokaler Crews aus den Bereichen Rap und
Graffiti, aber auch DJs vor. Mit vielen Hörbeispielen und
Arbeitsproben konnte man sich von den Arbeiten der Künstler überzeugen
und diese über das Saargebeat Booking buchen. Bei den vielen Besuchern
war die Community mit Forum, Eventkalender und vielen weiteren
Specials, wie zum Beispiel dem WM-Tippspiel, das beliebteste Angebot
auf unserer Internetpräsenz.
Nachdem wir erfolgreich mit unseren ersten Parties, unter anderem
der Saargebeat Party auf welcher der zweite Saargebeat Sampler
vorgestellt wurde, aber auch durch Kooperationen, insbesondere mit dem
Jugendzentrum Försterstrasse viele Musikveranstaltungen erfolgreich
gestalteten gingen wir 2002 unser bisher grösstes Projekt an: Die
Schaffung einer Hall of Fame im Saarland.
Dieses Projekt verlangte dem harten Kern des Vereins jede Menge
Zugeständnisse ab. Das Privat- und Berufsleben, aber auch das Studium
wurde für 4560, die Wand an der Stadtautobahn in Saarbrücken, zurück
gestellt. Durch die unglaubliche Unterstützung vieler Leute und
Institutionen konnten wir vom 15.-18. August 2002 die Einweihung der
ersten Hall of Fame im Saarland feiern. Das Projekt fand so viel
Zuspruch, so dass wir im Oktober 2002 vom Ministerpräsidenten des
Saarlandes für das beste ehrenamtliche Jugendprojekt im Saarland im
Rahmen von Saarland 21 ausgezeichnet wurden.
Aus beruflichen und familiären Gründen zog sich überraschenderweise
unser Gründungsvater und erster Vorsitzender, Dirk Sold, aus dem
Vorstand zurück, versprach jedoch jederzeit als Aktivist dem Verein
treu zu bleiben. Beim Rest der Crew war die Luft ebenfalls raus und
einige der aktivsten Leute verliesen das Saarland um Studium oder
ähnliches zu beginnen.
Die verbliebenen Leute zogen sich etwas aus der Öffentlichkeit
zurück und setzten sich das Ziel den Verein neu auszurichten. Wir
wollten nicht mehr der Betreiber einer Onlineplattform auf der
mittlerweile viele Mitglieder sich sehr stark im Ton vergriffen und
auch nicht die Agentur für sonst eher inaktive Mitglieder sein. Von
daher wurde am 1. April 2003 die Community vom Netz genommen und es
wurde ruhig um das Saargebeat.
Währen der Vorstand immer noch eine neue Strategie plante,
entwickelte sich Markus Röhrig, ebenfalls ein Mann der ersten Stunde
und zwischenzeitlich erster Vorsitzender, immer mehr zum stärksten
Aktivisten des Vereins. Mit seinem Engagement für die lokalen
Breakdancer startete er einige Aktionen, welche mit der Breakdance
Battle im Förster JuZ ihren Höhepunkt hatten.
Weiterhin wurden im Bereich Graffiti weiterhin fleissig Anfragen
von Wandbesitzern beantwortet, Beratungsgespräche geführt und
professionelle Auftragsarbeiten vermittelt. Auch der Gedanke des
Graffititelefons wird noch regelmässig diskutiert.
Der dritte Vorstand realisierte in 2005 eine Party und die
Verlängerung der Legalisierung von 4560 auf unbestimmte Zeit. Diese
Verlängerung wurde wieder mit einem Graffiti Meeting gefeiert.
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